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Roadtrip durch den Süden von Fuerteventura: Versteckte Strände, Morro Jable und der Naturpark Jandía

8 Uhr, der Wecker klingelt. Auf geht´s zum Frühstück. Heute stand für uns ein besonderer Tag auf Fuerteventura an. Mit einem Mietwagen wollten wir die Insel erkunden. Der Fokus sollte auf Orten im Süden der Insel liegen. Nach einer kurzen Einweisung und den Formalitäten machten wir uns am Vormittag direkt auf den Weg. Auf dem Programm: Versteckte Strandabschnitte, ein malerisches Örtchen direkt am Meer und einer der höchsten Aussichtspunkte der Insel.

Hidden-Spots direkt am Meer: An diese Strände denken an der Costa Calma nur die wenigsten

Unser erster Stop führte uns an den Playa de Sotavento de Jandía. Diesen hatten wir uns am ersten Tag bereits während einem Spaziergang am Strand angesehen. In Zeiten der Flut gilt der Playa der Sotavento de Jandía als eines der Highlights der Insel. Das Wasser des Atlantiks wird dabei bis weit in den Strandbereich gedrückt, sodass eine Art Lagune entsteht, auf der Kite-Surfer sich auspowern. Als wir dort gegen 10:30 Uhr ankamen herrschte jedoch noch Ebbe. Nach ein paar Fotos setzten wir unseren Trip weiter gen Süden fort.

Etwa zehn Minuten später dann unser zweiter Stop – dieses Mal ein sogenannter „Hidden Spot“, also ein versteckter Ort. Dazu hielten wir an einer Felsklippe an und wagten uns in Richtung Meer hervor. In einigen Metern Tiefe tat sich dann der Esquinzo Beach auf. Der Wind peitschte das türkisblaue Wasser ans Ufer. Viele Menschen treffen wir an dem eher schmalen Strandabschnitt nicht, er gilt als weniger häufig besucht, was ihn zu einem perfekten Ort am Meer macht, wenn ihr auf Fuerteventura etwas Ruhe und Zweisamkeit sucht.

Playa Butihondo
Der Playa de Butihondo gilt als Hidden Spot. (Foto: Jonah Reule)

Nach dem Besuch des Esquinzo Beach ging es für uns weiter an der Küste entlang Richtung Süden. Nur rund neun Kilometer weit entfernt vom ersten Hidden Spot liegt der zweite versteckte Ort direkt am Meer auf unserer Route – der Playa de Butihondo. Unser Auto parkten wir dazu an einer Straße, an der auch ein großes Hotel liegt. Von dort aus liefen wir etwa fünf Minuten und mussten einen Hügel hinunter zum Strand laufen. Dort liegt zwischen zwei Felsen der Strand von Butihondo. Auch er ist eher schmal und bietet somit nicht sonderlich viel Platz für viele Besucher. Zugleich bietet der Strand jedoch auch die perfekte Gelegenheit, um barfuß am türkisblauen Wasser entlang zu laufen und die Seele ein wenig baumeln zu lassen. Durch die angrenzenden Hotels herrscht hier jedoch etwas mehr Betrieb als am Esquinzo Beach.

Malerisches Strandörtchen Morro Jable ist ein Tourismus-Magnet – ein Blick in die kleinen und versteckten Ecken lohnt sich

Vom Butihondo-Strand machten wir uns auf zu unserem nächsten Stop entlang der Route. Weit im Süden von Fuerteventura erreichten wir gegen 11:30 Uhr den Ort Morro Jable. Ein Ort, der bei mir sofort Erinnerungen an Kindertage weckt, schon mehrmals war ich mit meinen Eltern dort gewesen. Für Joven ist es dagegen das erste Mal in Morro Jable, wie auch auf Fuerteventura. Das Wetter spielte bei der Ankunft weitestgehend mit: die Sonne ließ Morro Jable hell erstrahlen. Bei der Suche nach einem Parkplatz entlang der Hauptverkehrsstraße bot sich ein schöner Ausblick: Meer auf der linken, die in Stufen errichteten Häuser und Hotelanlagen auf der rechten Seite.

Als einen Must-See-Ort hatte ich bei der Planung des Trips den Leuchtturm von Morro Jable ausgesucht. Dieser wird im Volksmund „Faro de Matorral“ genannt. Von der Avenida del Saladar kommen Strandbesucher über einen rund 300 Meter langen Weg zum Leuchtturm, der in unmittelbarer Nähe zum Playa del Matorral liegt. Das Besondere am Leuchtturm: Er ist der höchste seiner Art auf den Kanarischen Inseln. Insgesamt ist der Faro del Matorral 59 Meter hoch, manche Quellen sprechen sogar von 60 bis 62 Metern Höhe.

Faro del Matorral
Der Faro del Matorral ist der höchste Leuchtturm auf den Kanaren (Foto: Jonah Reule)

Auf einen Strandspaziergang verzichteten wir aufgrund des recht windigen Wetters und machten uns auf zum zweiten Stopp in Morro Jable – der Pizzeria Guayarmina im Cosmo Einkaufszentrum. Als wir dort um 12 Uhr aufschlugen standen wir jedoch vor verschlossenen Türen. Aus dem Genuss einer leckeren Pizza und dem Schwelgen in Erinnerungen an alte Tage, wurde leider nichts. Also suchten wir uns eine Essensalternative, um uns für den Rest unserer Tour zu stärken. Fündig wurden wir in einer versteckten Snack-Bar, die im Untergeschoss des Cosmo-Centers gelegen ist. Das Essen dort war sehr lecker und der kleine Verweilbereich liebevoll gestaltet mit einigen Vintage Metal Signs an der Wand. Dazu ein paar Sonnenstrahlen – einfach perfekt für eine kleine Pause.

Café Deko
Die schöne Gestaltung des Cafés sorgt sofort für gute Stimmung. (Foto: Jonah Reule)

Roadtrip über Stock und Stein durch den Parque Natural de Jandía

Danach setzten wir unseren Trip fort. Nach Morro Jable stand dieses Mal der Mirador de Cofete auf dem Programm. Dabei handelt es sich um einen Aussichtspunkt in rund 230 Metern Höhe, von dem man den Strand von Cofete sowie den Nordatlantik bestaunen kann. Der Mirador liegt etwa 15 Kilometer von Morro Jable entfernt, tief im Gebirgspfad der Península de Jandía (deutsch: Halbinsel Jandía). Die Fahrzeit wurde mit 30 Minuten angegeben. Ein erster Vorgeschmack auf das, was uns bevorstehen sollte. Denn die Straße durch den Naturpark von Jandía hatte es in sich und war größtenteils nicht geteert. Langsam fahren war angesagt, auch das Auto blieb nicht frei von Schmutz. Auf dem Weg erlebten wir dann einmal mehr die grüne Seite von Fuerteventura. Auf den Bergen sprießten Pflanzen und Büsche und verpassten ihnen einen grünen Anstrich, wie man ihn sonst vor allem auf La Palma oder Madeira erwarten würde.

Naturpark Jandía
Im Naturpark Jandía lernt man die grüne Seite Fuerteventuras kennen. (Foto. Jonah Reule)

Das letzte Viertel der Strecke ging es für uns einen der Berge entlang nach oben. Enge Kurven waren erneut angesagt. Oben angekommen bot sich uns ein Ausblick, der das Reise-Herz höher schlagen ließ. Mehr zum Mirador de Cofete und dem einzigartigen Blick über den Westen Fuerteventuras lest ihr in unserem Cofete-Beitrag.

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Jonah Reule

Jonah Reule

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