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Juwel im Atlantik – doch woher kommt der Name „Fuerteventura“?

Nur noch wenige Stunden, dann ist es so weit. Dann geht es für uns von Düsseldorf aus nach Fuerteventura. Die Flugzeit wird mit vier Stunden und 35 Minuten angegeben. Vom Aeropuerto de Fuerteventura nahe der Hauptstadt Puerto del Rosario geht es für uns mit dem Bus weiter zu unserem Hotel in der Costa Calma. Die Region im Süden Fuerteventuras ist für ihre schönen Sandstrände bekannt. Danach heißt es dann: Eine Woche lang Fuerteventura entdecken. Doch was bedeutet eigentlich „Fuerteventura“ und woher hat die Insel ihren Namen?

Fuerteventura verdankt seinen Namen einer ganz bekannten Gegebenheit auf der Insel

Der Name „Fuerteventura“ kommt aus dem Spanischen und setzt sich aus gleich zwei Worten zusammen: „fuerte“ und „ventura“. „Fuerte“ bedeutet im Spanischen „stark“, „ventura“ hat dagegen gleich mehrere Bedeutungen. Häufig wird es mit „Glück“, „Glücksfall“ oder „Schicksal“ übersetzt. Am häufigsten wird Fuerteventura mit „starker Wind“ übersetzt, was im Spanischen „fuerte viento“ bedeutet. Starke Winde sind auf Fuerteventura nicht selten und treten vor allem von April bis August auf. Sie sind Teil des Nordost-Passats, der die Wetterlage auf der Insel entscheidend mit beeinflusst. Auch während unseres Aufenthalts sind auf der Insel starke Winde angekündigt. Für viele Surfer ist Fuerteventura aufgrund der Winde ein echtes Paradies.

Der vulkanische Ursprung der Kanarischen Inseln ist an den Küsten - wie hier auf Fuerteventura - bis heute sehr gut erkennbar. (Foto: Jo Reule)
Der vulkanische Ursprung der Kanarischen Inseln ist an den Küsten – wie hier auf Fuerteventura – bis heute sehr gut erkennbar.(Foto: Jo Reule)

Fuerteventura ist die windigste der Kanarischen Inseln – darum sieht sie so wüstenartig aus

Fuerteventura ist mit Abstand die windigste der Kanarischen Inseln. Zugleich wirkt die Insel auf viele Besucher fast wie eine Wüste mitten im Atlantik – und das hat vor allem mit ihrem Alter zu tun. Die Insel ist die älteste der Kanarischen Inseln und entstand vor etwa 20 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität. Im Gegensatz zu jüngeren Inseln wie Teneriffa oder La Palma sind ihre Berge heute stark erodiert und deutlich flacher. Über Millionen Jahre haben Wind und Wetter die vulkanische Landschaft abgeschliffen und eine karge, offene Landschaft geschaffen.

Ein weiterer Grund für die trockene Landschaft ist das Klima. Fuerteventura liegt näher an der Sahara als viele andere der Kanarischen Inseln und wird regelmäßig von trockenen Luftmassen und feinem Wüstenstaub aus Nordafrika beeinflusst. Gleichzeitig sorgen die konstanten Passatwinde dafür, dass sich kaum hohe Vegetation bildet. Das Ergebnis ist die typische Landschaft aus Felsen, Sanddünen und weiten Ebenen – ein Anblick, der Fuerteventura ihr fast schon wüstenhaftes Aussehen verleiht.

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Jonah Reule

Jonah Reule

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